Unsere neue Auszubildende Luisa

Ohne ein breit aufgestelltes Organisationsteam würde unser vielfätiges Programm gar nicht erst auf die Bühne kommen. Der Stadtgarten bildet seit Jahren in ganz unterschiedlichen Berufen aus. Wir haben unserer neuen Auszubildenenden Luisa ein paar Fragen gestellt.

Luisa Paolini, 25 Jahre
Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau (seit August 2020)

Das Interview wurde am 04.11.2020 durchgeführt, zu Beginn des Lockdown-Lights in Deutschland.

Wie hat sich Corona bisher auf deine Ausbildung ausgewirkt?

Ich bin natürlich in einen deutlich abgespeckten Konzertbetrieb eingestiegen. Im August, als ich angefangen habe, gab es viermal die Woche die „Green Room“-Konzerte in unserem open-air Bereich. Ab Oktober wurde dann stattdessen wieder der Saal ein paar Mal die Woche bespielt, das JAKI jedoch gar nicht mehr. Das prägt natürlich auch das, was man täglich im Büro macht. Es geht viel um neue Maßnahmen, Vorschriften, Hygienekonzepte und wie wir diese einhalten bzw. umsetzen.

Ich lerne ein bisschen mehr über Krisenmanagement und bekomme auch einen Eindruck davon, was die Pandemie mit der Veranstaltungsbranche macht. Man ist schon irgendwie hautnah dran. Wenn ich mit den Kollegen*innen aus dem Konzertbüro spreche, glaube ich schon, dass auch ein bisschen der Trubel im Haus fehlt. Ansonsten wurden der Saal und das JAKI an einem Tag mit vier Konzerten bespielt, das ist so viel wie wir jetzt vielleicht in einer Woche machen. Da war immer was los.

Was sind typische Aufgaben, die Du als Azubi in Deinem Bereich ausführst?

Hauptsächlich arbeite ich am Förderprogramm NICA Artist Development als Assistentin mit. Dafür kümmere ich mich mit um die Internetpräsenz, mache Übersetzungen oder schreibe News-Texte und koordiniere die Proben der NICA-Künstler*innen. Außerdem pflege ich Veranstaltungen auf der Homepage ein, betreue das Ticketsystem, richte den Ticketvorverkauf ein, buche Reisen und Hotels etc. Bei den Veranstaltungen abends bin ich auch öfter dabei.
In den ersten Wochen im Sommer, als Open-Air Veranstaltungen noch möglich waren, habe ich auch Saalpläne mit entworfen und war teilweise von Anfang bis Ende an der Konzeption, Organisation und Durchführung dabei.

Wie bist Du zum Stadtgarten gekommen?

Ich habe vorher studiert und gemerkt, dass mir nur theoretisches Lernen ohne direkten Bezug zur Praxis und auch meine Fächer - Englisch und Französisch - nie besonders viel gegeben haben. Ich habe durchgehend mit dem Gedanken einer Ausbildung gespielt und mich dann nach meinem Abschluss Anfang des Jahres (2020) nicht besonders qualifiziert gefühlt. Da hatte ich Lust nochmal etwas praktischer orientiertes zu lernen. Ich kannte den Stadtgarten schon durch meine Mitarbeit bei der c/o pop 2018, die ja auch teilweise im Stadtgarten durchgeführt wurde. Außerdem habe ich generell immer gerne an Veranstaltungen und Festivals mitgewirkt. Zum Beispiel habe ich während meiner Zeit in Frankreich gerne bei Freunden*innen mitgeholfen, die Techno-Partys organsiert haben. Anfang des Jahres habe ich dann die Ausschreibung für ein Praktikum beim Stadtgarten gesehen und mich dann dafür entschieden, im Anschluss die Ausbildung zu machen.

Was hat Dich bisher an Deiner Ausbildung überrascht?

Wie offen und nett alle sind und auch wieviel Autonomie einem geben wird, also, dass man auch Verantwortung „in die Hand“ bekommt, womit ich tatsächlich gut kann. Und gleichzeitig hat man aber auch viel Abwechslung: Man sitzt nicht nur am Platz, sondern ist auch bei den Veranstaltungen abends dabei. Das mag ich sehr gerne!

Was magst Du am liebsten und was magst Du gar nicht an Deiner Ausbildung?

Am liebsten bei den Veranstaltungen dabei sein, den Überblick haben und schauen, dass alles rund läuft. Eigentlich gibt es nichts bisher, was ich gar nicht mag. Die Büroorganisationslast, zum Beispiel Flyerarchivierung etc., mach ich jetzt nicht super gerne, aber auch das gehört eben dazu. Gerade die Bürotätigkeit ist ja ein großer Bestandteil der Ausbildung.

Der Stadtgarten ist ein Ort für Jazz und Aktuelle Musik. Welche Musik hörst du privat?

Ich höre größtenteils elektronische Musik. Zum Beispiel Techno, Electro, aber auch gerne etwas experimentellere Sachen und ab und zu auch Synth-Pop.


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