Konzert

Ifriqayya Electrique © Renaud De Foville

ABGESAGT: In Between Spaces: Complex Collaborations #3: Ifriqayya Electrique

Mit Complex Collaborations präsentiert die Veranstaltungsreihe In Between Spaces unterschiedliche Kollaborationen zwischen Musiker*innen aus verschiedenen Regionen Afrikas, der afrikanischen Diaspora und Europa: Aufregende musikalische Hybride zwischen Jazz, Noise, Improv, experimenteller Musik und tanzbarem Pop. Neben den Konzerten sind Gespräche und Interviews zum künstlerischen Prozess, den Herausforderungen der Zusammenarbeit, der Rezeption und Ökonomie der Projekte sowie eine Zusammenarbeit mit einer Kölner Grundschule geplant.

Der erste Konzertabend von "Complex Collaborations #3" spannt den Bogen von transkulturellem Jazz zu einem brachialen Trance-Brett: Das Trio Ivoire - mit dem Kölner Pianisten Hans Lüdemann, dem ivorischen Balaphonmeister Aly Keita und dem feinen Schlagzeuger Christian Thomé hat die Sängerin Dobet Gnahoré zu Gast. Nainy Diabaté, die die Griot-Tradition ihrer Familie weiterführt, und die französische Ausnahmepianistin Eve Risser mit Faible für Präparationen, minimalistische Rhythmen und fantasievolle Harmonik präsentieren die Deutschlandpremiere ihres ersten Duo-Programms. Die tunesisch-französische Band Ifriqiyya Electrique führt das Publikum mit ihrem überwältigenden Post-Industrial Sufi Trance Rock in rituelle Höhenluft.

Der zweite Abend ist noch vielfarbiger: Das Trio Mother Tongue mit Pianist Oscar Jan Hoogland, Sänger Mola Sylla und Drummer Frank Rosaly erfindet mit Wärme und gelassener Intensität Schwebezustände zwischen afrikanischer Tradition, improvisatorischem Experiment und Free Jazz. Die baskischen Punk-Avantgarde-Aktivisten Billy Bao um den Noisemusiker und Künstler Mattin knüpfen in einem Clash mit Bassistin Margarida Garcia und dem Kuduro-Produzenten DJ Marfox an ihr famoses Album "Lagos Sessions" an, das 2014 in der 20-Millionen Metropole entstand. Mit ihrem langjährigen Projekt Burkina Electric verbinden vier Musiker*innen und Tänzer*innen aus Burkina Faso und Elfenbeinküste und der kulturelle Grenzgänger Lukas Ligeti traditionelle westafrikanische Musik und Konzepte westlicher Avantgarde, Afro-Pop, Electronica und Tanz.

Ifriqayya Electrique
"...innovative and brave.”" LONDON EVENING STANDARD (UK)
"...live, the music is incredible..." THE GUARDIAN (UK)
"...inspiring trances over the course of a very long, endless night...This music, which is not “appropriation” but rather a collaboration between cultures, a ritual reshaped by electricity and amplification, is overpowering, because it’s meant to be..." BURNING AMBULANCE (UK)

Blut, Schweiß, Spiritualität, Trance. Heftig, bewegend, insistierend - eine überwältigende Sinneserfahrung. Ifriqiyya Electrique verbinden die beschwörenden Sufi-Trance-Rhythmen eines Rituals aus der Sahara mit der elektrisch geladenen Wucht zeitgenössischer Post-Industrial-Rock-Klänge.
Ihr Sound ist von Musikerfahrungen inspiriert, die den Sicherheitsabstand zwischen Musiker*innen und Publikum aufheben. Die beiden Musiker*innen Gianna Greco und François R. Cambuzat kommen aus der europäischen Underground-Post-Punk-Szene, waren Mitglieder des Putan Clubs und haben u.a. mit Lydia Lunch zusammengearbeitet. Sie sind auch rastlos Reisende, auf der Suche nach Klängen und musikalischen Formen, die dem alltäglichen westlichen Blick verborgen bleiben. Nach Reisen in die uigurische Region Chinas und die Kurdenregionen der Türkei, begannen sie sich mit der Banga-Zeremonie in der tunesischen Djerid-Wüste zu beschäftigen - ein Ritual von enormer Intensität, das Dämonen nicht austreiben, sondern in einer reinigenden Erfahrung vielmehr einladen soll und seine Teilnehmer*innen in einen Höhen- oder Trancezustand versetzt, den sie ähnlich auch in ihrer eigenen Musik erleben. Im Zuge jahrelanger Reisen und Aufenthalte begann die Gruppe Ifriqiyya Electrique in der Zusammenarbeit mit afrikanischen Musiker*innen Gestalt anzunehmen. Ihr erster "Auftritt" fand - nach vielen Monaten des Lernens, Filmens, Aufnehmens und Verbindung-Aufnehmens - schließlich in der Stadt Sidi Marzug statt: Ifriqiyya Electrique nahmen selbst an einem Banga-Ritual teil, die ersten zehn Minuten quälend, die Banga-Adepten zunächst schockiert, dann klappte die Verbindung: Die Leute sangen, tanzten, gingen in Trance, erfuhren Heilung - Ifriqiyya Electrique bestand ein Art unausgesprochenen "Aufnahmetest", viele weitere Auftritte in der Djerid-Region und europäischen Ländern folgten.

Eine Veranstaltung von ZAM Zentrum für Aktuelle Musik e.V. in Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik Stadtgarten im Rahmen von "IN BETWEEN SPACES".

"Complex Collaborations #3" wird gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes.

Fr, 26.11.2021
Konzert Highlight!

Syna Awel (voice, perc), Dyaa Zniber (voice, perc), Gianna Greco (bass, voice, computer), François R. Cambuzat (guitar, voice, computer, video)

Jazz, Experimental

Konzertsaal Beginn 22:30

10 € Vorverkauf Bitte beachten: im Vorverkauf können je nach Anbieter Gebühren anfallen.

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Das Konzert ist mit Sitzplatzreservierung.


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